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16.-17. Mai 2018
Messegelände Köln

Abschlussbericht 2018

17.05.2018

IEX 2018 im internationalen Fokus der Branche
Industrie nutzt Energiespar-Potenziale zu wenig

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Die Industrie produziert noch immer zu viel „heiße“ Luft, wenn es um die thermische Dämmung ihrer Betriebsanlagen geht. Sie könnte ihren Energieverbrauch deutlich drosseln, Betriebskosten senken und mit dem reduzierten CO2-Ausstoß einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das sind die Ergebnisse der Energie-Audits, die von der EiiF – European Industrial Insulation Foundation auf der IEX – Insulation Expo Europe in Köln präsentiert wurden.

Rund 300 TIPCHECKs (Technical Insulation Performance Check) wurden bisher durchgeführt, durch die nach Dämm-Maßnahmen in den Unternehmen nachweislich mehr als 550.000 MWh/Jahr und rund 450.000 Tonnen CO2 eingespart werden konnten. Das entspricht den jährlichen Treibhausgas-Emissionen von rund 44.000 Haushalten. „In 95 Prozent der untersuchten Unternehmen konnten wir Einsparpotentiale aufzeigen. Die Investitionen in neue Kälte- und Wärmedämmungen rechnen sich: Die durchschnittliche Amortisierungszeit beträgt laut TIPCHECK in der Regel durchschnittlich zwei Jahre“, so EiiF-Direktor Andreas Gürtler. Hier liegt derzeit noch ein großes Marktpotential brach.

Die Möglichkeiten moderner Dämmstoffe und Isoliertechnik zeigte vom 16. - 17. Mai die IEX. Insgesamt kamen 170 Aussteller aus 24 Nationen auf das Kölner Messegelände und machten eines deutlich: Die Instandhaltung von Industrieanlagen, die Nachfrage nach Dämmstoffen und innovativen Materialien geben der Branche Schub. Das Ausstellungs¬spektrum reichte von Dämmstoffen und Dämmsystemen für die technische Wärme- und Kältedämmung über Produkte für den Schall- und vorbeugenden Brandschutz, bis hin zu Werkzeugen, Maschinen, Messgeräten und Software-Lösungen.

Energiediskussion beflügelt technische Isolierung
„Im Zuge der globalen Energiediskussion wird die technische Isolierung zunehmend an Bedeutung gewinnen“, erwartet Thomas Pitsch von Schwartmanns Maschinenbau GmbH. Wichtig werde es sein, die Einsparpotentiale mit geeigneten Messmethoden aufzuzeigen und somit den Anlagenbetreibern schon vor der Isolierung den Return on Invest auszurechnen. Eine Einschätzung, die Jürgen Kaimann teilt: „Wir bewerten die Entwicklung des Marktes und die wirtschaftliche Gesamtlage in unseren Kernsegmenten als äußerst positiv und potenzialträchtig“, so der Inhaber der Kaimann GmbH.

Das gilt im Zuge des Pariser Klimaschutzabkommens auch auf internationaler Ebene: „Das Bewusstsein für die CO2-Reduktion wächst und die meisten Länder haben sich nach dem Pariser Klimaabkommen ehrgeizige Ziele gesetzt“, sagt Michael Moreau von der belgischen Firma Promat.

Stark gestiegene Internationalität
Das spürte auch die IEX, die im Fokus des internationalen Marktes stand. Insgesamt kamen die Besucher aus 54 Nationen nach Köln. Am weitesten gereist aus Brasilien, den USA und Kanada, Australien, dem Iran und Israel, aber auch aus Skandinavien und Osteuropa. Der Internationalitätsgrad erreichte die neue Bestmarke von 52 Prozent. Insgesamt zählte der Veranstalter an beiden Messetagen 3.442 Besucher: „Die IEX unterstreicht eindrucksvoll ihre Rolle als Europas größte Fachmesse für technische Isolierungen – und das trotz des Fernbleibens einer Reihe von Mineralwoll-Anbietern und dem aufgrund der Energiewende weggebrochenen Kraftwerksmarktes. Das liefert eine gute Basis, um an der kommende IEX 2020 konzeptionell weiter zu arbeiten und entsprechend der aktuellen Marktsituation zu agieren“, so Olaf Freier, Event Director der IEX.


Hinweis: Die Besucher-, Aussteller- und Flächenzahlen der IEX werden nach den einheitlichen Definitionen der FKM – Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen ermittelt und zertifiziert.

Stimmen der Aussteller:

„Als einer der führenden Hersteller und Innovatoren unserer Branche bewerten wir die Entwicklung des Marktes und die wirtschaftliche Gesamtlage in unseren Kernsegmenten als äußerst positiv und potenzialträchtig. Hinzu kommt, dass in unseren Zielländern langfristig stabile politische Situationen herrschen, sodass Förderungen und Projekte bewilligt und schließlich auch umgesetzt werden. Glücklicherweise kann man davon ausgehen, dass sich diese Rahmenbedingungen nicht maßgeblich ändern werden. Wir sehen optimistisch in die Zukunft.“
Jürgen Kaimann, CEO und Inhaber, Kaimann GmbH

„Im Zuge einer globalen Energiediskussion wird die technische Isolierung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wichtig wird sein, die Einsparpotentiale mit geeigneten Messmethoden aufzuzeigen und somit den Anlagenbetreibern schon vor der Isolierung den Return on Invest auszurechnen.“
Thomas Pitsch, Prokurist / Vertriebsleiter, Schwartmanns Maschinenbau GmbH

„Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der Bedarf an Wärmedämmung zunehmen wird, da das Bewusstsein für die CO2-Reduktion wächst und sich die meisten Länder nach dem Pariser Klimaabkommen ehrgeizige Ziele gesetzt haben. Genauer gesagt, erfordert der Bedarf an intelligenten Lösungen für Massentransport und Urbanisierungstrends mehr ultradünne, hochleistungsfähige Isolierungslösungen.“
Michael Moreau, Marketing & Communications, Promat

„Wir sind dabei und das seit der ersten Veranstaltung 1998. Denn für uns als mittelständisches Unternehmen bietet die IEX die beste Möglichkeit, uns gut zu präsentieren. Wir haben auch dieses Jahr sehr gute Kontakte gemacht, selbst zu Kunden aus Australien und den USA. Das gefällt uns natürlich sehr gut.“
Stefan Aichholzer, Geschäftsführer Austroflex Rohr-Isoliersysteme

“Wir hatten gut bis sehr gut zu tun und hatten ein nationales wie internationales Publikum am Stand. Wir haben gute Gespräche geführt mit konkreten Bestellungen und gezielten Anfragen. Die Mischung aus Bestandskunden und Neukunden war gut. Die Besucher kamen aus Italien, Frankreich und Spanien, aber auch aus Osteuropa und Skandinavien.“
Silke Droste Geschäftsführerin, Wilhelm Hundt GmbH

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